Liederabend gegen den Krieg

Achim Bigus

Freitag, den 05.10.2018
Beginn 19:00 Uhr.
Black Lounge, Marktstr. 165/Ecke Werftstr.

Anlässlich der Novemberrevolution vor einhundert Jahren laden wir alle interessierten Bürger*innen zu einem Liederabend gegen den Krieg ein. Wir möchten den zahlreichen friedenspolitisch aktiven Wilhelmshavenern einen Abend des Austausches und der Vernetzung bieten und so dazu beitragen, das in unserer Stadt der Friedensgedanke und der Widerstand gegen Militarisierung gestärkt wird.

In Liedern wurde zu allen Zeiten der Widerstand gegen Krieg und Großmachtpolitik begleitet. So textete Kurt Tucholsky – das Abschlachten in den Schützengräben des Ersten Weltkrieg vor Augen: „Seid nicht stolz auf Orden und Geklunker! Seid nicht stolz auf Narben und die Zeit!“ Der Refrain fordert dazu auf Widerstand gegen Adel und Staat zu leisten, womit er gleichzeitig auf die Kriegsinteressierten hindeutet. In der letzten Strophe werden die Forderungen dramatisiert, mit dem Ziel den Militarismus zu beenden und zu erinnern, dass dem Krieg nur Tote folgen und sonst keinen Sinn darin zu sehen ist.

Wir freuen uns auf einen musikalischen Abend mit Achim Bigus – Liedermacher und Gewerkschafter aus Osnabrück– welcher uns uns einige friedenspolitische Lieder aus verschiedener Jahrzehnte vorstellen wird.

Mehr zu Achim Bigus

“Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen Unten und Oben, zwischen Arbeit und Kapital“ – auch das zeigt jeder Tarifkonflikt. Wer gegen Einwanderer und Flüchtlinge, gegen Andersfarbige und Andersgläubige hetzt, spaltet die arbeitenden Menschen und verhindert das gemeinsame Eintreten für unsere gemeinsamen Interessen. Unsere Alternativen sind sozial, nicht deutschnational!

Nach zwei Weltkriegen, die das deutsche Großkapital angezettelt hat, soll von Deutschland endlich Frieden ausgehen, nicht Waffenexporte und Krieg – auch das gehört zu dem Kurswechsel, den wir brauchen. Darum: Schluss mit deutschen Großmachtträumen!

In der Bewegung für den Frieden haben wir es mit den gleichen Gegnern zu tun wie im Kampf um mehr Lohn und sichere Arbeit: mit den großen Konzernen und Banken. Deren Macht müssen wir zurückdrängen und letztlich überwinden. Die Interessen der Arbeitenden werden nicht durch Kriegseinsätze der Bundeswehr verteidigt, sondern durch Kampfeinsätze der Gewerkschaften.

Meine erste politische Prägung habe ich in meiner Schulzeit am Ratsgymnasium in Osnabrück erfahren. Als Arbeiterkind (Sohn eines Tischlers und einer Hausfrau) war man dort Angehöriger einer Randgruppe. Über Aktionen gegen den Vietnamkrieg, gegen den Putsch in Chile am 11. September 1973 und gegen die neofaschistische NPD kam ich zur Beschäftigung mit dem Marxismus und zu Aktivitäten in linken Gruppen aus der Erbmasse der 68er Bewegung, über die politische (Musik-)Kultur der frühen siebziger Jahre zur eigenen Kulturarbeit mit politischen Liedern der ArbeiterInnen- und Protestbewegungen.

Nach dem Abitur 1976 machte ich eine Ausbildung zum Werkzeugmacher beim Autozulieferer Karmann. Seit Beginn der Ausbildung bin ich Mitglied der IG Metall und in verschiedenen Betriebs- und Gewerkschaftsfunktionen für die Interessen der Beschäftigten tätig, zuletzt vor allem für den Erhalt des Automobilstandortes in Osnabrück. Nach der Karmann-Insolvenz wurde ich Anfang 2011 mit meiner Abteilung von Volkswagen Osnabrück übernommen. Dort wählten mich die IG Metall-Vertrauensleute 2012 und 2016 zu ihrem Sprecher (Vertrauenskörper-Leiter).

Seit 1994 bin ich Mitglied der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP).”

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