Literaturtipps

Literatur zu den Revolutionären Matrosen 1917/18/19 in Wilhelmshaven:

R. Rosentreter; „Blaujacken im Novembersturm: Rote Matrosen 1918/1919“; Berlin/DDR 1988

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R. Rosentreter / R. Westphal; „Rebellion in der Hölle“; Berlin/DDR 1979

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Icarus ( = E. Schneider); „The Wilhelmshaven Revolt, A Chapter of the Revolutionary Movement in the German Navy 1918-1919“; London 1943
(übersetzt ins Deutsche + Vorwort von J. Tautz; in: Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit -17; Fernwald 2003)

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T. Plievier; „Des Kaisers Kulis. Roman der deutschen Kriegsflotte“ (Roman); Verlag DTV 1984

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J. Cramer; „Der rote November 1918 – Revolution in Wilhelmshaven“; WHV 1968 (SPD-/bürgerliche Sicht)

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P. H. Freyer; „Sturmvögel, Rote Matrosen 1918/19“; Berlin/DDR 1975

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A. Daudistel; „Das Opfer“ (Roman); Berlin/DDR 1981

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Wolfgang Günther; „Die Revolution 1918/19 in Oldenburg“; Heinz Holzberg Verlag Oldenburg, 1979

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N. Credé (Hrsg); „Die Revolution 1918/19. 70 Jahre danach“; in: Wilhelmshavener Museumsgespräche. Texte zur Geschichte der Stadt, Band 2. Eigenverlag Küstenmuseum; WHV 1991

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J. Kliche; „Vier Monate Revolution in Wilhelmshaven“; Verlag Paul Hug & Co, Rüsttringen 1919; Reprint Eigenverlag Küstenmuseum WHV 1988

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Beckers, Hans :

Wie ich zum Tode verurteilt wurde : die Marinetragödie im Sommer 1917; mit einem Vorwort von Kurt Tucholsky, Frankfurt/ Main 1986 ; Erstauflage Leipzig 1928

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Drabkin, Jakow :

Die Novemberrevolution 1918 in Deutschland, Berlin 1986.

Das Standardwerk des sowjetischen Historikers Jakow Drabkin zur Novemberrevolution und ihrer Vorgeschichte.

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Dittmann, Wilhelm :

Die Marine-Justizmorde von 1917 und die Admiralsrebellion von 1918 , Berlin 1928

Sehr quellengesättigter Band des USPD-Reichstagsabgeordneten Wilhelm Dittmann, der mehrmals mit Reichpietsch und Köbis zusammentraf. Dittmann hat alle Prozessakten gegen Reichpietsch, Köbis, Beckers u.a. durchgearbeitet. Gleichzeitig ist sein Buch aber auch Rechtfertigungsliteratur, denn die USPD ließ die Matrosen im Stich.

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Huck, Stefan et al. (Hrsg.) :

“Die Flotte schläft im Hafen ein” : Kriegsalltag 1914-1918 in Matrosentagebüchern, Dresden 2015

Katalog zur Ausstellung des Deutschen Marinemuseums in Wilhelmshaven 2015. Sehr ausführliche Darstellung der Lebensumstände der Matrosen in der kaiserlichen Hochseeflotte anhand der Tagebücher von Richard Stumpf und Carl Richard Linke (beide auf “SMS Helgoland”). In beiden Tagebüchern werden Schikanen von Vorgesetzten, Meuterei und Revolution ausführlich beschrieben.

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Revolutionäre Ereignisse und Probleme in Deutschland während der Periode der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution 1917/1918 : Konferenz anläßlich des vierzigsten Jahretages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, Berlin 1957.

Hier besonders folgende Aufsätze :

Bernhard, Hans – Joachim :

Die Entstehung einer revolutionären Friedensbewegung in der deutschen Hochseeflotte im Jahre 1917, S. 90-140

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Zeisler, Kurt :

Die revolutionäre Matrosenbewegung in Deutschland im Oktober/ November 1918, S.186-228

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Stumpf, Richard :

Warum die Flotte zerbrach : Kriegstagebuch eines christlichen Arbeiters, Berlin 1927; mit einem Vorwort von Wilhelm Dittmann (USPD) M.d.R.

Richard Stumpf, Zinngießer und christlicher Gewerkschafter, von 1912 bis 1918 als Matrose auf “SMS Helgoland”. Zuerst durchaus kaisertreu und patriotisch, ändert sich seine Haltung aufgrund der Lebensumstände als Mannschaftsdienstgrad an Bord. Das Tagebuch gibt die wachsende Kritik, besonders an den Vorgesetzten, eindrucksvoll wieder. Stumpf wurde als einziger Sachverständiger aus dem Mannschaftsstand in den Untersuchungsausschuß des Reichstages berufen, der die Umstände der Meutereien in der Hochseeflotte untersuchte. Sein Tagebuch ist Teil der Akten dieses Ausschusses. Es ist sehr selten, da die meisten Exemplare von den Faschisten 1933 während der Bücherverbrennung verbrannt wurden.

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Wolz, Nicolas :

“Und wir verrosten im Hafen” : Deutschland, Großbritannien und der Krieg zur See 1914-1918, München 2013.

Spannend und informativ geschrieben, wertet der Marinehistoriker Wolz jede Menge Briefe und Tagebücher von Offizieren und Mannschaften in seinem Text aus, darunter auch das Tagebuch von Richard Stumpf. Obwohl von einem westdeutschen Historiker, ist der Text weder militaristisch noch vorgesetztenlastig. Für unser Thema ist besonders das Kapitel 8 von Interesse (S. 191 – 217).

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